Künstliche Intelligenz (KI)

© DWIH Tokyo/iStock/gorodenkoff

Die Deutsche Botschaft Tokyo hat Informationen zu Künstlicher Intelligenz (KI) – Forschung und Technologie in Japan und Zusammenarbeit mit Deutschland zusammengestellt. Die Übersicht fasst die Forschungsschwerpunkte, die Forschungsförderprogramme, die Forschungsakteure und die Zusammenarbeit mit Japan wie folgt zusammen:

Künstliche Intelligenz (KI) ist in Japan eines der großen Zukunftsthemen – eine Schlüsseltechnologie zur Umsetzung der im 6. Basisplan der japanischen Regierung skizzierten gesellschaftlichen Vision „Society 5.0“. Dabei steht der Mensch im Mittelpunkt. JPN begreift das Thema KI als globale Herausforderung und unterstützt die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich aktiv. Deutschland wird hierbei als enger Partner und Verbündeter gesehen. Gemäß der KI-Strategie 2022 wird die Forschung und Entwicklung zu KI von der Regierung konsequent weiter gefördert – sowohl durch ressortübergreifende Programme (SIP, Moonshot) als auch durch einzelne Fachprogramme insbesondere der Ministerien für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT), Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) sowie Inneres und Kommunikation (MIC).

Im aktuellen Grundsatzpapier zur Wirtschaftspolitik (Basic Policy on Economic and Fiscal Management and Reform 2022) und einem entsprechenden Aktionsplan (Grand Design and Action Plan for a New Form of Capitalism) wird KI als Investitionsschwerpunkt (public-private partnership ppp) herausgestellt. Eine erhebliche Ausweitung u.a. der KI-Förderung, inkl. steuerliche FuE-Förderung ist vorgesehen. Im Schlüsselbereich Deep Learning sollen anwendungsnahe Projekte gefördert werden. Dabei sollen durch KI-Anwendungen wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen in Bereichen wie z. B. Klimawandel oder Katastrophenschutz entstehen. Dabei schaut Japan besonders auf seine Stärken im Bereich Physik, Chemie und Maschinenbau. Die Förderung von FuE zu KI, Drohnen und Quantentechnologie soll auch zur Erhöhung der wirtschaftlichen Sicherheit beitragen.

Eine neue Kooperationsvereinbarung zwischen dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Osaka Metropolitan University wurde am 30. Juni 2022 unterzeichnet und damit das erste DFKI-Forschungslabor außerhalb Deutschlands auf den Weg gebracht. Neun laufende trilaterale KI-Forschungsprojekte werden gemeinsam von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Japan Science and Technology Agency (JST) und der Agence Nationale de la Recherche (ANR) gefördert.

Das 3. Japanisch-Deutsch-Französische Symposium zu “AI for Planetary Challenges in the Anthropocene” findet am 27. und 28. Oktober 2022 in Tokyo statt und bietet Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Das BMBF wird durch die Abteilungsleiterin Frau Prof. Dr.-Ing. Ina Schieferdecker vertreten sein.

Die komplette Übersicht (Stand: Juli 2022) steht hier zum Download zur Verfügung.


 

Bei Rückfragen steht Dr. Lothar Mennicken, Referatsleiter Wissenschaft und Technologie, Deutsche Botschaft Tokyo zur Verfügung.

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Veröffentlicht am: 15. Juli 2022