Falling Walls Lab Tokyo 2018

© DWIH Tokyo

Am 12. Mai fand das vom Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus Tokyo (DWIH Tokyo) und EURAXESS Japan organisierte Falling Walls Lab (FWL) Tokyo 2018 statt. Als Gastgeber fungierte dieses Jahr die Universität Tokyo. Der international ausgerichtete Science Communication Wettbewerb wurde bereits zum dritten Mal in Tokyo veranstaltet.

Unter dem Motto „Breaking down various walls“ – verschiedene Hürden überwinden – präsentierten junge Wissenschaftler potentielle wissenschaftliche Durchbrüche jeweils innerhalb von drei Minuten und in englischer Sprache vor einem Publikum. Von den eingereichten Bewerbungen zum FWL Tokyo 2018 wurden 15 für die Teilnahme am Wettbewerb am 12. Mai ausgewählt. Trotz der verschiedenen Fachrichtungen und hochspezialisierter Forschungsvorhaben, war es den Rednern gelungen, ihre Ideen und ihre Begeisterung für die eigene Forschung mit dem Publikum zu teilen. Die Spanne der Themen reichte von der „Identität mit der EU“ über das gezielte Durchdringen von Tumormembranen, bis hin zur Prognose von Hochwasser im Kontext der Klimaerwärmung.  

Eine distinguierte, internationale Jury bestehend aus Professoren und Wirtschaftsvertretern, bewertete wiederum die einzelnen Vorträge nach den Kriterien „Breakthrough-factor“, „Relevance & Impact“ sowie „Performance & Structure“. Ein interaktiver Workshop mit Caitlin Devor, Science Communicator der Universität Tokyo, gab auch dem Publikum die Möglichkeit, mehr über die Grundsätze erfolgreicher Wissenschaftskommunikation zu lernen und bereitete Speaker, Jury und Publikum auf das Networking beim Empfang vor.  

Im Anschluss wurden die drei Gewinner des diesjährigen FWL Tokyo verkündet: Arno Germond vom RIKEN Institut wurde der erste Platz für seine Forschung zur Stammzelltherapie verliehen. Als Gewinner erhält Arno eine Einladung sowie ein Flugticket zum großen FWL Finale in Berlin am 8. November, an dem die Gewinner der ca. 80 FWL weltweit teilnehmen werden. Mit dem zweiten Platz wurde Irwansyah von der Kumamoto Universität für seine Präsentation zu binauralem Hören durch Leitung über Knochen ausgezeichnet. Irwansyah wird ebenfalls am FWL Finale in Berlin teilnehmen. Den dritten Platz, gewählt vom Publikum, erhielt Mohamed Batran, Master Student an der Tokyo Universität, für die Vorstellung einer Methode zur Verkehrsentlastung mit Hilfe von Big-Data.

Der Abend endete mit einem Empfang, bei dem die Redner und Gäste ihre Gespräche weiter vertiefen konnten.  

Die Nachwuchskonferenz Falling Walls Lab wurde 2011 in Berlin ins Leben gerufen und findet seitdem jährlich am Tag des Falls der Berliner Mauer statt. Die Gewinner der Labs kommen am 8. November zum Finale in Berlin zusammen. In Japan wird nach Tokyo (seit 2016) und Sendai zum jährlichen Falling Walls Lab eingeladen. 2014 wurde in Sendai an der Tohoku Universität in Japan erstmals ein FWL in Ostasien durchgeführt. 

Falling Walls Lab Tokyo 2018, Die Gewinner

1. Platz

Arno Germond
RIKEN
„Breaking the Wall of stem cell therapy“

2. Platz

Irwansyah
Kumamoto University
„Breaking the Wall of binaural hearing with bone conduction“

3. Platz

Mohamed Batran
The University of Tokyo
„Breaking the Wall of Congestion using Big-Data“

Erster und zweiter FWL Tokyo Preisträger 2018 bei Ihrer Präsentation während des FWL Finale in Berlin (November 2018).

Die Jury

  • Bernard Chenevier
    Okayama University
  • Yuko Fujigaki
    The University of Tokyo
  • Matsuo Kawabata
  • Yoshiaki Maeda
    Tohoku University
  • Yukou Mochida
    State of Bavaria-Japan Office
  • Yoshifumi Nishida
    Living Intelligence Research Team at AIRC
  • Krisztina Rosner
    Meiji University