German Innovation Award zum vierten Mal an japanische Nachwuchswissenschaftler verliehen

© DWIH Tokyo

Der Preis wurde von zehn führenden deutschen Technologieunternehmen zum vierten Mal vergeben. In diesem Jahr hatten sich 83 Wissenschaftler aus 34 japanischen Hochschulen und Forschungsinstituten beworben.

Yamaya hat das sogenannte „OpenPET“-Prinzip erfunden, ein offenes System mehrerer aufeinander abgestimmter Gammastrahlen-Ringdetektoren, das eine Kombination von Bildgebung und Strahlentherapie ermöglicht. Diese Arbeit verspricht einen signifikanten Beitrag für die Krebstherapie und weit reichende Auswirkungen auf die Medizintechnikindustrie. Er und sein Team erhielten ein Preisgeld in Höhe von 4 Millionen Yen (ca. € 40.000).

Der zweite Preis ging an Dr. Kenichiro Itami (41) von der Universität Nagoya. Er entwickelte innovative kohlenstoffbasierte Materialien mithilfe eines umweltfreundlichen chemischen Prozesses. Die Wissenschaftler Dr. Hiroyuki Mizuguchi (34) und Dr. Yusuke Mori (46) von der Universität Osaka sowie Dr. Shuji Tanaka (40) von der Universität Tohoku wurden mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Neben dem Preisgeld erhielten alle Gewinner ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für einen bis zu zweimonatigen Forschungsaufenthalt in Deutschland.

Die Preisverleihung fand unter Beteiligung von 150 Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien in der Residenz des Deutschen Botschafters in Tokyo statt.

Der 2008 von deutschen Unternehmen mit Niederlassungen in Japan sowie der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Japan ins Leben gerufene Innovationspreis zielt darauf ab, die Kooperation zwischen Wissenschaft und Industrie in beiden Ländern zu fördern. Er wird vom Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus Tokyo (DWIH Tokyo) koordiniert.

Der Preis ist nach dem deutschen Mathematiker und Naturwissenschaftler Gottfried Wagener (1831-1892) benannt, der Mitbegründer des Tokyo Institute of Technology war und an mehreren Universitäten Chemie und Physik lehrte. Er wirkte auch an der Reform des japanischen Bildungssystems in der Meiji-Zeit mit.

Gewinner des Gottfried Wagener Preis 2012

1. Preis
Dr. Taiga Yamaya (38)
Team Leader, Imaging Physics Team, Molecular Imaging Center, National Institute of Radiological Sciences – NIRS
„OpenPET Leading to Joint Cancer Diagnosis and Radiotherapy“
Teammitglieder:
Dr. Eiji Yoshida, Senior Researcher, Imaging Physics Team, Molecular Imaging Center, NIRS
Dr. Hideaki Tashima, JSPS Research Fellow, Imaging Physics Team, Molecular Imaging Center, NIRS

2. Preis
Dr. Kenichiro Itami (41)
Professor, Department of Chemistry, Graduate School of Science, Universität Nagoya
„Innovative Arene-Assembled Materials through Green Chemical Processes“

3. Preis
Dr. Shuji Tanaka (40)
Associate Professor, Department of Nanomechanics, Graduate School of Engineering, Universität Tohoku
„Wireless Communication and Sensing Devices Based on Wafer-level Hetero-integration Technology“

Dr. Hiroyuki Mizuguchi (43)
Professor, Department of Biochemistry and Molecular Biology, Graduate School of Pharmaceutical Sciences, Universität Osaka
„Efficient Generation of Functional Hepatocytes from Human Induced Pluripotent Stem Cells by Using Gene Transfer Technology and Application for Pharmaceutical Development“

Dr. Yusuke Mori (46)
Professor, Division of Electrical, Electronic and Information Engineering, Graduate School of Engineering, Universität Osaka
„Discovery of the Nonlinear Optical Crystal Cesium Lithium Borate and its Application to Ultraviolet Laser Sources“
Teammitglied:
Dr. Masashi Yoshimura, Associate Professor, Division of Electrical, Electronic and Information Engineering, Graduate School of Engineering, Universität Osaka

Jury
Vorsitzender:
Dr. Masuo Aizawa, Executive Member of the Council for Science and Technology Policy und Ehemaliger Präsident des Tokyo Institute of Technology
Ständige Mitglieder:
Dr. Akira Fujishima, Präsident der Tokyo University of Science
Dr. Junichi Hamada, Präsident der Universität Tokyo
Dr. Teruo Kishi, NIMS Advisor und ehemaliger Präsident des National Institute for Materials Science
Dr. Hiroshi Matsumoto, Präsident der Universität Kyoto

Partnerunternehmen
BASF Japan Ltd., Bayer, Bosch Corporation, Evonik Degussa Japan Co., Ltd., Henkel Japan Ltd., Mercedes-Benz Japan Co., Ltd./ Mitsubishi Fuso Truck & Bus Corporation, Merck Ltd., SCHOTT Nippon K.K., Siemens Japan K.K., TRUMPF Corporation

Partnerorganisationen
Deutsche Forschungsgemeinschaft – DFG, Deutscher Akademischer Austauschdienst – DAAD

Unterstützung
Auswärtiges Amt, Fraunhofer-Gesellschaft, Deutsche Gesellschaft der JSPS-Stipendiaten e.V., Bundesministerium für Bildung und Forschung, Japan Science and Technology Agency, Japan Society for the Promotion of Science